Ein Werkzeugkoffer voller Micro:bits

Es ist kurz vor den Ferien, das Wetter wird besser und die Motivation lange in der Schule zu sitzen nimmt bei den Schüler*innen langsam aber sicher ab. Gerade im Informatikgrundkurs von dem nur ein Teil der Schüler*innen sich im Abitur prüfen lässt und der andere Teil nur noch bis zu den Ferien in Informatik unterrichtet wird ist das seit der geschriebenen Klausur deutlich spürbar. Grund genug ein bisschen in der Trickkiste zu wühlen um die Motivation durch ein Projekt neu zu entfachen. Das Thema der Algorithmik stand ohnehin noch einmal auf dem Lehrplan. Da die Programmierung trotz Praxisbezug immer ein bisschen theoretisch bleibt habe ich mich entschieden für den Kurs einen Satz Micro:bits zu besorgen. Die Micro:bits lassen sich mit einer scratchähnlichen grafischen Programmiersprache programmieren und bringen „ab Werk“ einige Sensoren und Interaktionsmöglichkeiten mit. Nach der ersten Stunde in der die Micro:bits aus den Pappschachteln ausgepackt wurden stellte sich mir allerdings schnell die Frage: Wie kann ich die Micro:bits sicher aufbewahren und transportieren? Die Schachteln würden spätestens nach einem Spontaneinsatz in einer Vertretungsstunde der 6. Klasse den Geist aufgeben. Im Internet habe ich zwar eine Box aus dem Lasercutter gefunden, allerdings konnten da nicht die Kabel mit verstaut werden. (Interesse, wie das aussieht? Klicke hier) Meine Lösung bestand darin, einen Werkzeugkoffer mit einem 3D-gedruckten Einsatz zu nutzen. Einige Entwürfe und Testdrucke später war der Einsatz fertig und passte nicht nur perfekt in den Werkzeugkoffer, sondern ermöglichte auch das leichte Einsortieren der Boards. In den restlichen Fächern der Koffers können sowohl die Kabel, als auch weitere Sensoren oder Powerbanks verstaut werden.

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Schulgarten Wettbewerb

Sommerzeit ist Gartenzeit. Auch in der Schule. Eine Kollegin, die an einer Grundschule unterrichtet hegt und pflegt schon seit vielen Jahren den Schulgarten der Schule. Die Schüler*innen haben so die Möglichkeit die hier lebenden Insekten und Pflanzen kennenzulernen. Und natürlich lernen sie auch selbst Verantwortung für die Pflege „ihres“ Gartenstücks zu übernehmen. Damit der Schulgarten auch als solcher erkannt werden kann, sollte im Rahmen eines Wettbewerbs ein neues Schild für den Schulgarten entstehen, das in Zukunft den Eingang markiert. Die Schüler*innen durften dafür handgemalte Bilder ins Rennen schicken, die die Vielfalt des Gartens darstellt. Zunächst klassenintern, dann Jahrgangsübergreifend und letztendlich schulweit wurde das schönste Bild gekürt. Die Schüler*innen hatten so die Möglichkeit partizipativ an der Gestaltung der Schule mitzuwirken. Studien zeigen, dass damit die Identifikation mit der Schule steigt und gleichzeitig Beschädigungen durch die Schüler*innenschaft zurückgehen. Da das Schild dauerhaft der Witterung ausgesetzt ist, habe ich mich für die Gravur von Schiefer entschieden. Theoretisch wäre das Laminieren des Bildes oder die Gravur eines Holzstücks ebenfalls möglich gewesen, allerdings sollte der Einsatz der Schüler*innen während des Wettbewerbs gewürdigt werden und ein ganz besonderes Schild entstehen. Als kleine Überraschung und gleichzeitig als Preis für das schöne Bild hat die Gewinnerin selbst einen kleinen Schieferuntersetzer mit einem Teil ihres Bildes erhalten. Sie freute sich sehr über den Untersetzer und berichtete Ihrer Klassenlehrerin, dass sie den Untersetzer nun immer auf dem Schreibtisch nutzt, um ihre Getränke abzustellen. Ein Buchpreis wäre vielleicht ähnlich genutzt worden 😉

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DIY Escape Room

Wir wissen selbst noch nicht wo die Reise hingeht aber sind motiviert einen Escape Room zum bauen. Ein super Anfangspunkt um während der nächsten drei Semester mit den Schüler*innen zu tüfteln, zu basteln und natürlich zu rätseln. Über die drei Semester hinweg haben die Schüler*innen die Chance, nicht nur theoretisches Wissen zu erwerben, sondern auch praktische Fähigkeiten zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Erstellung eines fesselnden Escape Rooms. Inspiriert von bekannten Escape Rooms werden sich die Schülerinnen und Schüler in Teams organisieren, um die einzelnen Aspekte des Projekts zu bewältigen. Jedes Team muss am Ende ein Rätsel bestehend aus einem Sensor und einem Aktor erstellen und die technischen Hintergründe in ihrer Facharbeit dokumentieren. Gemeinsam kümmern wir uns dann um das Raumdesign, die Dekoration und den roten Faden, der Story und Rätsel miteinander verbindet. Dank der großzügigen Materialspende von Keyestudio können die Schülerinnen und Schüler ihren Escape Room mit einer Vielzahl von Sensoren und Aktoren ausstatten. Diese elektronischen Bauteile ermöglichen es ihnen, fesselnde und interaktive Rätsel zu entwickeln, bei denen die Besucher*innen ihre Problemlösungsfähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Von Bewegungssensoren über Lichteffekte bis hin zu Soundmodulen und intelligenten Schaltungen – die von Keyestudio bereitgestellten Materialien haben die Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler erweitert und erlauben ihnen, den Escape Room noch interessanter und anspruchsvoller zu gestalten. Durch den Einsatz dieser Technologien können sie beispielsweise versteckte Türen öffnen, geheime Nachrichten entschlüsseln und die Atmosphäre mit Licht- und Soundeffekten verstärken. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen dabei nicht nur den Umgang mit elektronischen Bauteilen, sondern auch, wie man sie kreativ und effektiv in einem solchen Projekt einsetzt.

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Briefumschläge aus alten Atlanten

Im Zeitalter der digitalen Kommunikation geht die Kunst des handschriftlichen Briefeschreibens leider oft verloren. Das beides Hand in Hand gehen kann zeigt die folgende Unterrichtsidee: Als Lehrkraft ist es immer aufregend, neue und kreative Projekte für meine Schüler*innen zu planen. Diese Projektidee entstand, als ich mir mein alter Atlas aus der Schule in die Hände fiel. Seit dem Abitur hatte ich den nicht mehr in der Hand. Als ich ihn aber aufschlug fielen mir die vielen schönen und interessanten Karten auf. Wie? Mit Briefumschlägen. Dieses DIY-Projekt kombiniert Nachhaltigkeit, Technologie und künstlerischen Ausdruck – perfekt also für eine Stunde in Kunst oder Erdkunde. Schritt 1: Materialbeschaffung und Vorbereitung Um dieses Projekt umzusetzen, benötigen wir alte Atlanten. Vielleicht geht es euch ja wir mir und bei euch liegen noch alte Atlanten herum. Ebay Kleinanzeigen oder die Erdkundesammlung (unbedingt vorher fragen 😉 ) können aber auch eine gute Quelle sein. Ich habe die Seiten aus dem Atlas mit einem Cutter herausgetrennt, da die Seiten so beim Transport nicht knicken und die Reste gut aufbewahrt werden können. Schritt 2: Kreative Gestaltung der Umschläge Jetzt kommt der aufregende Teil: Das Gestalten der Briefumschläge! Ich ermutige die Schüler*innen und Schüler, ihre kreative Ader auszuleben und einzigartige Designs mit den ausgewählten Atlasseiten zu entwerfen. Sie können besondere Orte markieren, Routen einzeichnen oder Collagen erstellen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Schritt 3: Umsetzung mit dem Plotter Der einfachste Weg ist die Nutzung bereits fertige Vektorgrafiken, die im Internet verfügbar sind zu nutzen. Ein paar Beispiele findet ihr hier, hier oder natürlich bei etsy. Ich werde die Knickkanten von den Schüler*innen falzen lassen und so gleich die Feinmotorik etwas trainieren. Das war es auch schon. Nun noch einen Aufkleber für den Absender und Empfänger drauf, da die Adresse sonst sehr schlecht lesbar ist und fertig. Hinweis: Der Schneidplotter wurde uns von xTool zum Testen zur Verfügung gestellt.

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Warnschilder selbst gestalten

Warnungen finden die Schüler*innen in unterschiedlichen Unterrichtssituationen. Im Chemieunterricht finden sich Gefahrenwarnungen auf den Chemikalien, im Physikunterricht werden Laserröhren oder auch radioaktive Präparate entsprechend gekennzeichnet. Passend lässt sich thematisieren, warum Warnungen überhaupt notwendig sind und warum eine fehlende Warnung nicht unbedingt für eine Gefahrfreiheit spricht. Marie Curie erforschte beispielsweise die Radioaktivität ohne zu Wissen welche Gefahr von ihr ausgeht. Letzten Endes bezahlte sie das mit ihrem Leben. Ein sinnvoller Einstieg findet sich in dem folgenden Video: Natürlich stießen die Schüler*innen bei der Recherche nicht nur auf tatsächliche Warnschilder, sondern auch auf kreative Interpretationen. Die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgte in dieser Stunde entsprechend, indem die Schüler*innen sich selber Warnschilder überlegen und sie designen sollten. Die Ergebnisse der Arbeitsphase haben wir im Anschluss mit der Plotterfunktion des xTool M1 aus Vinyl ausgeschnitten. Auf die Nutzung des Lasers sollte unbedingt verzichtet werden, da toxische Dämpfe freigesetzt werden und die Kanten darüber hinaus nicht annähernd so präzise ausgeschnitten werden. Eine Transferfolie hilft bei der exakten Positionierung aller Ausschnitte und ermöglicht so die Warnschilder auf entsprechende Oberflächen (wie zum Beispiel der Rückseite eines Tablets) zu platzieren. Hinweis: Das Werkzeug wurde von xtool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.

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Ostereier gravieren

Manchmal darf Schule einfach Spaß machen – ohne Lehrplan, ohne Prüfungsdruck – einfach Spaß. Die Zeit vor den Ferien ist meistens geprägt von solchen entspannten Stunden. Kurz vor den Osterferien haben wir uns daher überlegt, wie man Eier mit dem Lasercutter verzieren könnte. Eine Gravur auf weißen Eiern hat nicht funktioniert. Mit gefärbten Eiern hingehen war die Gravur schnell erledigt und die Schüler*innen könnten je ein Ei inklusive eines Wunschtexts mit in die Ferien nehmen. In diesem Sinne frohe Ferien an alle – egal ob mit oder ohne Osterfest. PS: Zum Nachmachen: Ich habe die Einstellungen 80% Power und 150mm/s Speed genutzt. Hinweis: Der Lasercutter wurde von xtool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.

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Upcycling im Informatikunterricht II

Nach dem letzten Blogpost habe ich mit den Schüler*innen einen Ausblick auf andere Fertigungsverfahren wie CNC Fräsen, Wasserstrahlschneiden und natürlich Lasercutting gewagt. Die Rückfrage, ob die Dosen aus unserem letzten Projekt denn auch graviert werden könnten wollte ich fast mit nein beantworten, als mir der Gedanke kam die Farbe nicht vorher zu entfernen, sondern sie alternativ wegzubrennen. Da für das Verstehen die Erfahrung wichtiger ist, als die reine Information, haben wir kurzer Hand eine kleine Versuchsreihe gestartet und ein paar Testkreise auf eine übrig gebliebene Dose graviert. Mit 80% Power, 100mm/s, einem Durchgang und 100 Linien pro cm hat es uns am besten gefallen – das Ergebnis seht ihr im nebenstehenden Bild. Die Rückstände nach der Gravur ließen sich mit etwas Isopropanol und einem Taschentuch leicht entfernen, sodass nun auch von außen klar ist, dass sich keine Schokolade mehr, sondern ein praktisches Upcyclingprojekt in der Dose befindet. Hinweis: Der Lasercutter wurde von xtool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.

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Informatik Jahrgang 11: Codierung von Daten

Was unterscheidet eigentlich ein Bild von einem Bild? Dieser Frage haben wir uns im Informatikunterricht der 11. Klasse gewidmet und an einem konkreten Projekt erprobt, was der Unterschied zwischen einer Pixel und einer Vektorgrafik ist. Zunächst haben die SuS zwei unterschiedliche Bilder am Smartboard betrachtet. Beide schienen zunächst das selbe Bild zu zeigen. In der Vergrößerung stellte sich dann aber heraus, dass eines auch nach vierfacher Vergrößerung immer noch gestochen scharf ist wohingegen das andere Pixel sichtbar werden lässt. In einer Internetrecherche konnten die SuS im Anschluss herausfinden, für welchen Einsatz sich die unterschiedlichen Formate (pixelbasiert / vektorbasiert) eignen. Durch das Öffnen der Vektorgrafik mit einem Texteditor konnten die SuS sogar selbst einfache Änderungen vornehmen (z.B. die Farbe ändern) und das Ergebnis direkt anschauen. Zum Abschluss der Stunde haben wir dann noch das Thema der Pfade für das Verfahren des Lasercuttings besprochen. Mit einem Rückgriff auf GCode waren die Analogien zur Vektorgrafik schnell gefunden und das gestochen scharf geschnittene Acrylbild hat die SuS sichtlich beeindruckt. Durch die Rauchabsaugung des xTool M1 hätte das Schneiden des Acryls sicherlich sogar live im Klassenraum demonstriert werden können – das habe ich aber schon im Vorfeld vorbereitet. Die verwendete Vektorgrafik kannst du dir hier lizenzfrei (da von mir erstellt CC0) herunterladen:

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Mathematik Jahrgang 5/6: Brüche

Der Begriff des „Begreifens“ ist nicht umsonst eng mit der haptischen Erfahrung verbunden. Entsprechend versuche ich regelmäßig im Unterricht die Schüler*innen mathematische Sachverhalte spielerisch entdecken zu lassen. Eine einfache Vorlage war schnell gefunden, sodass ich mit einem Stück Restpappe die Bruchteile schnell mit dem xtool M1 ausschneiden konnte. Mit 70% power und der Geschwindigkeit auf 10 habe ich die gesamten Bruchteile für eine Gruppe in weniger als fünf Minuten fertig gehabt. Der Arbeitsauftrag für die Gruppen wird sein selbst herauszufinden, wie viele Anteile jeweils benötigt werden, um den ganzen Kreis auszufüllen. Sie werden dabei erfahren, dass einige Anteile wiederum Vielfache anderer Anteile sein können. Zum Abschluss der Arbeitsphase werden die Pappanteile mit den passenden Brüchen beschriftet und jede*r Schüler*in darf sich ein paar Anteile ins Heft abzeichnen, indem die geschnittenen Anteile mit dem Stift im Heft umrandet werden. Hinweis: Der Lasercutter wurde von xtool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.

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