Ein gut gedämmter Raum benötigt weniger Energie, um eine Temperatur zu halten. Mit Hinblick auf die globale Erwärmung ist entsprechend eine möglichst gute Wärmedämmung wünschenswert und das wirtschaflich verträglich. Der Lebensweltbezug für die Lernenden war entsprechend klar, als sie sich im Rahmen des Cooling and Heating Awards der Ostfalia mit einer möglichst leistungsfähigen Dämmung auseinandersetzten. Die Aufgabenstellung der Hochschule lautete wie folgt: „Es soll eine Dämmung gebaut werden. Diese Dämmung wird in ein Fenster eines Klimaschranks eingebaut. Im Inneren des Klimaschranks wird eine Lufttemperatur von 80 °C eingestellt.Außerhalb des Klimaschranks herrscht Raumtemperatur. Ziel ist es, eine möglichst niedrige Oberflächentemperatur auf der Außenseite der Dämmung im Gleichgewicht zu erhalten (nach15 Min.). Die niedrigste Temperatur gewinnt den Wettbewerb. Die Messung erfolgt mit einem Laserthermometer. Für die Messung wird ein Stück Krepppapier mittig auf die äußere Oberfläche der Dämmung geklebt.“Außerdem gab es einige Beschränkungen:„Die Dämmung darf nur aus den Materialen Papier, Holz, Aluminiumfolie und Klebstoff bestehen. Der Klebstoff muss eine Temperatur von 80 °C aushalten. Die Dämmung muss eine Fläche von 20 x 20 cm² haben und darf an keiner Stelle eine Tiefe von 5 mm überschreiten.“ Der Ansatz der Schüler*innen war simpel wie effektiv. Ein mit dem Lasercutter geschnittenes Wabenmuster ummantelt mit Aluminiumfolie. Der Erfolg gab ihnen recht – beide Gruppen, die beim Wettbewerb antraten gewannen einen Geldpreis und ließen sich gebührend für ihren Erfolg feiern.
Read moreSchulgarten Wettbewerb
Sommerzeit ist Gartenzeit. Auch in der Schule. Eine Kollegin, die an einer Grundschule unterrichtet hegt und pflegt schon seit vielen Jahren den Schulgarten der Schule. Die Schüler*innen haben so die Möglichkeit die hier lebenden Insekten und Pflanzen kennenzulernen. Und natürlich lernen sie auch selbst Verantwortung für die Pflege „ihres“ Gartenstücks zu übernehmen. Damit der Schulgarten auch als solcher erkannt werden kann, sollte im Rahmen eines Wettbewerbs ein neues Schild für den Schulgarten entstehen, das in Zukunft den Eingang markiert. Die Schüler*innen durften dafür handgemalte Bilder ins Rennen schicken, die die Vielfalt des Gartens darstellt. Zunächst klassenintern, dann Jahrgangsübergreifend und letztendlich schulweit wurde das schönste Bild gekürt. Die Schüler*innen hatten so die Möglichkeit partizipativ an der Gestaltung der Schule mitzuwirken. Studien zeigen, dass damit die Identifikation mit der Schule steigt und gleichzeitig Beschädigungen durch die Schüler*innenschaft zurückgehen. Da das Schild dauerhaft der Witterung ausgesetzt ist, habe ich mich für die Gravur von Schiefer entschieden. Theoretisch wäre das Laminieren des Bildes oder die Gravur eines Holzstücks ebenfalls möglich gewesen, allerdings sollte der Einsatz der Schüler*innen während des Wettbewerbs gewürdigt werden und ein ganz besonderes Schild entstehen. Als kleine Überraschung und gleichzeitig als Preis für das schöne Bild hat die Gewinnerin selbst einen kleinen Schieferuntersetzer mit einem Teil ihres Bildes erhalten. Sie freute sich sehr über den Untersetzer und berichtete Ihrer Klassenlehrerin, dass sie den Untersetzer nun immer auf dem Schreibtisch nutzt, um ihre Getränke abzustellen. Ein Buchpreis wäre vielleicht ähnlich genutzt worden 😉
Read moreOstereier gravieren
Manchmal darf Schule einfach Spaß machen – ohne Lehrplan, ohne Prüfungsdruck – einfach Spaß. Die Zeit vor den Ferien ist meistens geprägt von solchen entspannten Stunden. Kurz vor den Osterferien haben wir uns daher überlegt, wie man Eier mit dem Lasercutter verzieren könnte. Eine Gravur auf weißen Eiern hat nicht funktioniert. Mit gefärbten Eiern hingehen war die Gravur schnell erledigt und die Schüler*innen könnten je ein Ei inklusive eines Wunschtexts mit in die Ferien nehmen. In diesem Sinne frohe Ferien an alle – egal ob mit oder ohne Osterfest. PS: Zum Nachmachen: Ich habe die Einstellungen 80% Power und 150mm/s Speed genutzt. Hinweis: Der Lasercutter wurde von xtool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.
Read moreUpcycling im Informatikunterricht II
Nach dem letzten Blogpost habe ich mit den Schüler*innen einen Ausblick auf andere Fertigungsverfahren wie CNC Fräsen, Wasserstrahlschneiden und natürlich Lasercutting gewagt. Die Rückfrage, ob die Dosen aus unserem letzten Projekt denn auch graviert werden könnten wollte ich fast mit nein beantworten, als mir der Gedanke kam die Farbe nicht vorher zu entfernen, sondern sie alternativ wegzubrennen. Da für das Verstehen die Erfahrung wichtiger ist, als die reine Information, haben wir kurzer Hand eine kleine Versuchsreihe gestartet und ein paar Testkreise auf eine übrig gebliebene Dose graviert. Mit 80% Power, 100mm/s, einem Durchgang und 100 Linien pro cm hat es uns am besten gefallen – das Ergebnis seht ihr im nebenstehenden Bild. Die Rückstände nach der Gravur ließen sich mit etwas Isopropanol und einem Taschentuch leicht entfernen, sodass nun auch von außen klar ist, dass sich keine Schokolade mehr, sondern ein praktisches Upcyclingprojekt in der Dose befindet. Hinweis: Der Lasercutter wurde von xtool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.
Read moreInformatik Jahrgang 11: Codierung von Daten
Was unterscheidet eigentlich ein Bild von einem Bild? Dieser Frage haben wir uns im Informatikunterricht der 11. Klasse gewidmet und an einem konkreten Projekt erprobt, was der Unterschied zwischen einer Pixel und einer Vektorgrafik ist. Zunächst haben die SuS zwei unterschiedliche Bilder am Smartboard betrachtet. Beide schienen zunächst das selbe Bild zu zeigen. In der Vergrößerung stellte sich dann aber heraus, dass eines auch nach vierfacher Vergrößerung immer noch gestochen scharf ist wohingegen das andere Pixel sichtbar werden lässt. In einer Internetrecherche konnten die SuS im Anschluss herausfinden, für welchen Einsatz sich die unterschiedlichen Formate (pixelbasiert / vektorbasiert) eignen. Durch das Öffnen der Vektorgrafik mit einem Texteditor konnten die SuS sogar selbst einfache Änderungen vornehmen (z.B. die Farbe ändern) und das Ergebnis direkt anschauen. Zum Abschluss der Stunde haben wir dann noch das Thema der Pfade für das Verfahren des Lasercuttings besprochen. Mit einem Rückgriff auf GCode waren die Analogien zur Vektorgrafik schnell gefunden und das gestochen scharf geschnittene Acrylbild hat die SuS sichtlich beeindruckt. Durch die Rauchabsaugung des xTool M1 hätte das Schneiden des Acryls sicherlich sogar live im Klassenraum demonstriert werden können – das habe ich aber schon im Vorfeld vorbereitet. Die verwendete Vektorgrafik kannst du dir hier lizenzfrei (da von mir erstellt CC0) herunterladen:
Read moreMathematik Jahrgang 5/6: Brüche
Der Begriff des „Begreifens“ ist nicht umsonst eng mit der haptischen Erfahrung verbunden. Entsprechend versuche ich regelmäßig im Unterricht die Schüler*innen mathematische Sachverhalte spielerisch entdecken zu lassen. Eine einfache Vorlage war schnell gefunden, sodass ich mit einem Stück Restpappe die Bruchteile schnell mit dem xtool M1 ausschneiden konnte. Mit 70% power und der Geschwindigkeit auf 10 habe ich die gesamten Bruchteile für eine Gruppe in weniger als fünf Minuten fertig gehabt. Der Arbeitsauftrag für die Gruppen wird sein selbst herauszufinden, wie viele Anteile jeweils benötigt werden, um den ganzen Kreis auszufüllen. Sie werden dabei erfahren, dass einige Anteile wiederum Vielfache anderer Anteile sein können. Zum Abschluss der Arbeitsphase werden die Pappanteile mit den passenden Brüchen beschriftet und jede*r Schüler*in darf sich ein paar Anteile ins Heft abzeichnen, indem die geschnittenen Anteile mit dem Stift im Heft umrandet werden. Hinweis: Der Lasercutter wurde von xtool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.
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